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Shrinkflation stoppen: Alles zum neuen Anti‑Mogelpackungsgesetz 2026 und wie Paare ihr Haushaltsbudget schützen

Veröffentlicht am 31.01.2026
Paar beim Einkaufen im Supermarkt – Schutz vor Shrinkflation und Mogelpackungen

Kennst du das? Du greifst im Supermarkt nach deinem Lieblingskaffee, die Packung fühlt sich vertraut an, der Preis ist derselbe wie immer – aber irgendwas stimmt nicht. Erst zuhause fällt dir auf: Statt 500 Gramm sind’s jetzt nur noch 450 Gramm. Der Preis? Unverändert. Willkommen in der Welt der Shrinkflation, dem Trick, mit dem Hersteller seit Jahren heimlich deine Geldbörse plündern. Doch damit ist bald Schluss: Das Anti-Mogelpackungsgesetz 2026 soll ab April für Durchblick an den Supermarktregalen in Deutschland sorgen. Für Paare, die gemeinsam wirtschaften und jeden Euro zweimal umdrehen müssen, kommt diese deutsche Regelung zur rechten Zeit.

Versteckte Preiserhöhungen treffen nämlich besonders Familien und Paare hart. Wer regelmäßig für zwei (oder mehr) Personen einkauft, merkt schnell: Das Haushaltsbudget schrumpft schneller als die Packungsinhalte wachsen. Und genau hier setzt das neue deutsche Gesetz an.

Was ist das Anti-Mogelpackungsgesetz 2026?

Lass uns ehrlich sein: Politiker lieben sperrige Namen für ihre Gesetze. Aber hinter dem Anti-Mogelpackungsgesetz 2026 steckt eine ziemlich simple und längst überfällige Idee für den deutschen Einzelhandel. Ab dem 1. April 2026 – und nein, das ist kein Aprilscherz, sondern wird tatsächlich ernst – müssen Hersteller und Händler in Deutschland klar und deutlich kennzeichnen, wenn sie bei einem Produkt die Füllmenge reduzieren, ohne den Preis anzupassen.

Das offizielle Gesetzesvorhaben sieht vor, dass solche versteckten Preiserhöhungen direkt am Regal oder auf der Verpackung selbst sichtbar gemacht werden müssen. Die Kennzeichnungspflicht gilt für mindestens zwei Monate nach der Mengenreduktion – danach darf das Warnschild theoretisch wieder verschwinden. Leider bedeutet das: Nach zwei Monaten müsst ihr wieder selbst wachsam sein! Die Idee dahinter ist wohl, dass Verbraucher sich in dieser Zeit an die neue Packungsgröße „gewöhnen“ sollen. Ob das fair ist? Darüber lässt sich streiten.

Warum das wichtig ist? Weil Shrinkflation in Deutschland ein riesiges Problem geworden ist. Eine Studie der Verbraucherzentrale Hamburg zeigt, dass in den letzten Jahren hunderte von Produkten in deutschen Supermärkten schrumpften, während die Preise konstant blieben oder sogar stiegen. Das ist keine harmlose Marketing-Strategie mehr – das ist systematische Irreführung deutscher Verbraucher.

Übrigens: Auch unsere Nachbarländer ziehen nach. In Österreich wird ein ähnliches Maßnahmenpaket diskutiert, wie das österreichische Finanzministerium in einer aktuellen Presseaussendung bekannt gibt. Die Shrinkflation-Kennzeichnung wird dort ebenfalls als wichtiger Schritt zur Inflationsbekämpfung und zum Verbraucherschutz genannt. Der Druck auf Hersteller wächst also EU-weit.

Shrinkflation: Wenn die Packung gleich bleibt, aber der Inhalt schrumpft

Shrinkflation ist im Grunde die fiese kleine Schwester der klassischen Preiserhöhung. Statt einfach zu sagen „Hey, Kaffee kostet jetzt 20 Cent mehr“, verkleinern die Hersteller einfach die Packungsgröße. Das Geniale (oder eben Perfide) daran: Dein Gehirn registriert den Unterschied kaum. Die Verpackung sieht gleich aus, steht am gleichen Platz im Regal, fühlt sich vielleicht minimal leichter an – aber wer wiegt schon seine Cornflakes-Packung im Rewe oder Edeka?

Ich erinnere mich an eine Diskussion mit meiner Partnerin vor ein paar Monaten. Sie stand frustriert in der Küche und meinte: „Irgendwas stimmt nicht. Früher haben wir mit zwei Packungen Nudeln die ganze Woche gekocht, jetzt reicht’s nur noch für vier Tage.“ Der Verdacht war berechtigt. Ein Blick auf die klein gedruckten Gramm-Angaben brachte die Wahrheit ans Licht: Aus 500 Gramm waren 450 Gramm geworden. Der Preis? Exakt derselbe.

Versteckte Preiserhöhungen im Supermarkt funktionieren deshalb so gut, weil wir Menschen faul sind – im besten Sinne. Wir entwickeln Routinen, greifen automatisch nach Marken, die wir kennen, und checken nicht bei jedem Einkauf die Grundpreise. Genau darauf spekulieren die Hersteller.

Typische Shrinkflation-Kandidaten in deutschen Supermärkten sind:

  • Schokolade: Von 100g auf 90g oder 80g geschrumpft
  • Chips & Snacks: Luftiger verpackt, weniger Inhalt
  • Kaffee: Die klassische Reduktion von 500g auf 450g
  • Waschmittel: Weniger Waschladungen oder reduzierter Inhalt bei ähnlich großer Flasche
  • Joghurt: 150g statt 200g im Becher
  • Kekse: Weniger Stück pro Packung, gleiche Schachtelgröße

Die neuen Regeln ab April 2026: Das ändert sich im deutschen Supermarkt

Also, was passiert konkret ab April in Deutschland? Das neue Gesetz verpflichtet Händler und Hersteller, Mengenreduktionen klar und unmissverständlich zu kennzeichnen. Dabei geht es nicht um dezente Mini-Hinweise im Kleingedruckten, sondern um sichtbare Markierungen, die auch der eilige Wocheneinkäufer bei Aldi, Lidl oder Kaufland wahrnimmt.

Die genauen Vorgaben sehen so aus:

Wo muss gekennzeichnet werden?

  • Direkt am Regal oder
  • Auf der Verpackung selbst (Vorderseite bevorzugt)

Wie lange gilt die Kennzeichnungspflicht?

  • Mindestens zwei Monate nach der Mengenänderung
  • Achtung: Danach darf das Schild wieder verschwinden – bleibt also auch nach dieser Frist wachsam!

Welche Produkte sind betroffen?

  • Primär Lebensmittel und Drogerieprodukte im deutschen Einzelhandel
  • Alle Produkte, bei denen die Füllmenge reduziert wird, ohne dass sich der Preis proportional verringert

Das ist ein echter Game-Changer für deutsche Verbraucher. Stell dir vor, du stehst vor dem Regal und siehst ein gut sichtbares Schild: „Achtung: Füllmenge reduziert von 500g auf 450g – Preis unverändert“. Plötzlich hast du die Information, die du brauchst, um eine bewusste Kaufentscheidung zu treffen. Du kannst blitzschnell den Grundpreis vergleichen oder zur Konkurrenz greifen.

Kennzeichnungspflicht: So erkennst du die „Mogel-Marker“

Die Kennzeichnungspflicht Shrinkflation wird wahrscheinlich in der Praxis unterschiedlich umgesetzt – je nachdem, ob Hersteller oder Händler die Verantwortung übernehmen. Du kannst mit verschiedenen Varianten in deutschen Supermärkten rechnen:

  1. Regal-Schilder: Kleine Hinweisschilder direkt unter oder neben dem Produkt
  2. Aufkleber auf der Verpackung: Ein zusätzlicher Sticker, der auf die Mengenreduktion hinweist
  3. Digitale Preisschilder: In modernen Supermärkten könnte die Info elektronisch angezeigt werden
  4. QR-Codes: Scan-Option für detaillierte Informationen zur Preishistorie

Mein Tipp für euch als Paar: Macht es zur Gewohnheit, beim Einkaufen kurz nach diesen Markierungen Ausschau zu halten. Es dauert keine fünf Sekunden extra, kann euch aber jede Menge Geld sparen. Besonders bei Produkten, die ihr regelmäßig kauft – da lohnt sich der Check doppelt.

Tipps für Paare: So schützt ihr euer Haushaltsbudget

Okay, das Gesetz ist super – aber es allein wird euer Haushaltsbudget nicht retten. Ihr müsst selbst aktiv werden. Hier ein paar praktische Strategien, die meine Partnerin und ich über die Jahre entwickelt haben:

1. Checkt systematisch die Grundpreise Klingt nervig, ist aber Gold wert. Die meisten Supermarkt-Regale in Deutschland zeigen den Grundpreis (Preis pro 100g, 1kg oder 1 Liter) an. Vergleicht nicht die Gesamtpreise, sondern immer die Grundpreise. Wenn euch ein Produkt verdächtig vorkommt, zückt kurz das Handy und notiert euch die Werte.

2. Legt eine „Mogelpackungs-Liste“ an Führt gemeinsam eine Liste der Produkte, bei denen ihr Shrinkflation bemerkt habt. Klingt vielleicht übertrieben, aber wenn ihr seht, wie viele Artikel auf dieser Liste landen, werdet ihr verstehen, wie groß das Problem in deutschen Supermärkten wirklich ist. Bonuspunkt: Ihr könnt diese Mogelpackungen Liste 2026 mit anderen Paaren teilen oder online bei der Verbraucherzentrale melden.

3. Nutzt Apps und Online-Tools Es gibt mittlerweile Apps, die Preisverläufe tracken und euch warnen, wenn bei einem Produkt getrickst wird. Die Verbraucherzentrale Hamburg führt beispielsweise eine öffentlich einsehbare Mogelpackungs-Datenbank speziell für den deutschen Markt. Checkt die regelmäßig.

4. Teilt euch die Verantwortung Wenn ihr als Paar wirtschaftet, kann einer von euch die „Shrinkflation-Detektiv“-Rolle übernehmen. Das heißt nicht, dass einer allein einkaufen geht – aber vielleicht ist einer von euch einfach besser darin, Details zu checken. Bei uns ist es so: Ich achte auf Grundpreise, sie erinnert sich an frühere Packungsgrößen. Gemeinsam sind wir unschlagbar.

5. Wechselt bewusst zu Eigenmarken Markenhersteller sind die Haupttäter bei Shrinkflation in Deutschland. Eigenmarken der Supermärkter (Ja!, Gut & Günstig, K-Classic) hingegen sind oft transparenter und günstiger im Grundpreis. Natürlich schmeckt nicht jede No-Name-Alternative gleich gut, aber bei vielen Produkten (Nudeln, Reis, Konserven) merkt ihr kaum einen Unterschied.

6. Kauft größere Packungen – aber clever Größere Packungen haben oft einen besseren Grundpreis. Aber Achtung: Auch hier wird getrickst. Nur weil „Familienpackung“ draufsteht, heißt es nicht automatisch, dass sie günstiger ist. Rechnet nach! Und kauft nur größere Mengen, wenn ihr sie auch wirklich verbraucht. Weggeschmissene Lebensmittel sind die teuersten.

7. Meldet Mogelpackungen Wenn ihr ein Produkt entdeckt, bei dem ihr Shrinkflation vermutet (besonders vor April 2026, wenn die Kennzeichnungspflicht noch nicht gilt), meldet es an die deutschen Verbraucherzentralen. Die sammeln diese Daten und sorgen für öffentlichen Druck. Je mehr Meldungen eingehen, desto schwerer haben es die Hersteller, ihre Tricks zu vertuschen.

8. Plant euer Budget gemeinsam – mit Shrinkflation-Puffer Dieser Punkt geht über Shrinkflation hinaus, aber er ist wichtig: Wenn ihr als Paar ein gemeinsames Haushaltsbuch führt (digital oder klassisch), seht ihr viel schneller, wo euer Geld hinfließt. Mein spezieller Tipp: Legt ein kleines Puffer-Budget für „versteckte Inflation“ an – etwa 5-10% mehr als eure normalen Lebensmittelkosten. So puffert ihr die Shrinkflation-Effekte ab und vermeidet böse Überraschungen am Monatsende. Wenn der Puffer nicht aufgebraucht wird, könnt ihr ihn in Sparziele umleiten.

Eine kleine Tabelle zur Veranschaulichung – so könnte sich Shrinkflation auf euer monatliches Budget als Paar in Deutschland auswirken:

ProduktAlte MengeNeue MengePreisVersteckte ErhöhungMehrkosten pro Monat
Kaffee500g450g5,99€11%~2,60€
Schokolade100g85g1,49€15%~1,80€
Chips200g175g1,99€12,5%~1,50€
Waschmittel20 WL18 WL3,49€10%~0,70€
Gesamt~6,60€

Sechs Euro im Monat klingen vielleicht wenig – aber das sind fast 80 Euro im Jahr. Nur bei vier Produkten! Jetzt rechne das hoch auf euren gesamten Wocheneinkauf im deutschen Supermarkt. Da kommt ganz schön was zusammen.

Was kannst du tun, wenn du eine Mogelpackung findest?

Die wichtigste Frage zum Schluss: Du hast jetzt das Wissen, du achtest auf Shrinkflation – und dann erwischst du ein Produkt auf frischer Tat. Was jetzt?

Vor dem 1. April 2026:

  • Melde das Produkt bei der Verbraucherzentrale (die meisten deutschen Verbraucherzentralen haben Online-Formulare)
  • Poste es in sozialen Medien (mit Foto und Vergleich alter/neuer Packung) – öffentlicher Druck wirkt
  • Wechsle zur Konkurrenz oder zu Eigenmarken deutscher Supermarktketten
  • Beschwere dich direkt beim Hersteller (manche Firmen reagieren tatsächlich)

Ab dem 1. April 2026:

  • Prüfe, ob das Produkt ordnungsgemäß gekennzeichnet ist
  • Falls nicht: Melde den Verstoß an die zuständigen deutschen Aufsichtsbehörden
  • Dokumentiere es (Foto vom Regal ohne Kennzeichnung)
  • Teile deine Beobachtungen mit anderen deutschen Verbrauchern

Das neue Gesetz gibt euch endlich echte Handhabe. Verstöße gegen die Kennzeichnungspflicht können für Händler und Hersteller in Deutschland teuer werden – und genau das ist auch der Sinn der Sache.

Fazit: Endlich Schluss mit der Mogelei

Das Anti-Mogelpackungsgesetz 2026 ist kein Allheilmittel, aber es ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung für deutsche Verbraucher. Zum ersten Mal werden Hersteller gezwungen, ihre Shrinkflation-Tricks offenzulegen. Für euch als Paar bedeutet das: Mehr Transparenz beim Einkauf in deutschen Supermärkten, bessere Vergleichsmöglichkeiten und letztendlich mehr Kontrolle über euer Haushaltsbudget.

Aber – und das ist wichtig – das Gesetz allein reicht nicht. Ihr müsst wachsam bleiben, Grundpreise checken und bewusste Kaufentscheidungen treffen. Nutzt die neuen Kennzeichnungen ab April 2026, führt eure eigene Mogelpackungs-Liste und scheut euch nicht, dreiste Fälle zu melden. Und denkt daran: Nach den zwei Monaten Kennzeichnungspflicht verschwinden die Warnhinweise wieder – also bleibt auch danach aufmerksam!

Am Ende geht es um Respekt. Respekt vor eurem hart verdienten Geld, Respekt vor eurer Zeit und Respekt vor eurer Intelligenz als Verbraucher. Hersteller, die weiterhin tricksen wollen, werden es ab April in Deutschland deutlich schwerer haben – und das ist gut so.

Mein Aufruf an euch: Macht den Shrinkflation-Check ab April zur festen Gewohnheit beim Einkaufen. Teilt euer Wissen mit Freunden und Familie. Und wenn ihr eine besonders dreiste Mogelpackung findet, lasst es die Welt wissen. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass die deutschen Supermarktregale wieder ein fairer Ort werden.

Habt ihr schon Erfahrungen mit Shrinkflation in deutschen Supermärkten gemacht? Welche Produkte sind euch aufgefallen? Schreibt es in die Kommentare – ich bin gespannt auf eure Geschichten!

Bleibt wachsam, checkt die Preise und lasst euch nicht über den Tisch ziehen. Euer Geldbeutel wird es euch danken!