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Scalable Capital Tagesgeld 2026: 2,60 % Zinsen, FREE oder PRIME+?

Geldanlage
Scalable Capital Tagesgeld 2026: 2,50 % Zinsen lohnt sich?
Kurze Antwort: Scalable Capital nennt für sein separates Tagesgeldkonto seit dem 1. September 2026 einen variablen Zinssatz von 2,60 % p.a. auf Guthaben ohne Zinsobergrenze. FREE und PRIME+ erhalten denselben Satz. PRIME+ erhöht den Zins nicht; die Tarifwahl betrifft vor allem die Guthabenverteilung und Broker-Funktionen.

Du willst einen Notgroschen oder Geld für den nächsten gemeinsamen Schritt parken und fragst dich, ob Scalable Tagesgeld dafür passt? Entscheidend sind nicht nur die 2,60 % aus der Werbung. Prüfe auch, wo dein Guthaben verwahrt wird, welcher Schutz jeweils gilt und ob du die zusätzlichen PRIME+-Funktionen wirklich nutzt. Diese Punkte sind für größere Rücklagen wichtiger als ein erfundener Zinsvergleich mit anderen Anbietern.

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Wie hoch ist der Scalable-Tagesgeldzins?

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In der offiziellen Zinsübersicht stehen am 1. Oktober 2026 2,60 % p.a. variabel für das Tagesgeldkonto, sowohl mit als auch ohne PRIME+. Der Satz gilt laut Anbieter seit dem 1. September 2026; vom Start am 16. März bis Ende August waren es 2,50 %. Die Verzinsung wird taggenau berechnet und monatlich gutgeschrieben. Scalable nennt keine Obergrenze für das verzinste Guthaben. Eine unbegrenzte Verzinsung ist aber keine unbegrenzte Einlagensicherung.

Der Zins kann sich ändern. Ein Beispiel zum Einordnen: 20.000 € × 2,60 % wären rechnerisch 520 € Bruttozins für ein ganzes Jahr bei unverändertem Guthaben und unverändertem Zinssatz. Die tatsächliche Gutschrift hängt von den täglichen Kontoständen, der monatlichen Gutschrift und künftigen Zinsänderungen ab. Daraus lässt sich kein garantierter Jahresertrag ableiten.

FREE oder PRIME+: Was ändert sich beim Tagesgeld?

PunktFREEPRIME+
Tagesgeldzins2,60 % p.a. variabel2,60 % p.a. variabel
Broker-Tarif0 € pro Monat4,99 € pro Monat, bei zwölf Monaten 59,88 €
GuthabenverteilungBanken und/oder qualifizierte Geldmarktfonds; laut Scalable ist auch die vollständige Verwahrung in nur einer der beiden Formen möglichScalable Capital Bank und Partnerbanken; laut Scalable Verteilung auf bis zu fünf Banken
Gesetzliche EinlagensicherungFür Bankeinlagen regelmäßig bis 100.000 € je Person und Bank; nicht für GeldmarktfondsLaut Scalable bei entsprechender Verteilung bis zu fünfmal 100.000 € je Person über fünf Banken

Wichtig: Weil der Tagesgeldzins in beiden Tarifen gleich ist, gibt es keinen Tagesgeld-Zinsbetrag, ab dem PRIME+ die Monatsgebühr „durch mehr Zinsen“ automatisch hereinholt. Ein früherer Schwellenwert von 24.000 € war falsch. Beurteile die 4,99 € pro Monat nach der gewünschten Guthabenverteilung und den tatsächlich genutzten Broker-Leistungen. Beispielsweise gelten dort für bestimmte Trades andere Gebühren; je nach Handelsplatz und Ordergröße können weiterhin Kosten entstehen.

Was ist bei der Sicherheit zu beachten?

Bankeinlagen: Die gesetzliche Einlagensicherung gilt nach BaFin in der Regel bis 100.000 € je Person und Bank. Mehrere Konten derselben Person bei derselben Bank werden dafür zusammen betrachtet. Scalable beschreibt für PRIME+ eine Verteilung auf bis zu fünf Banken, wodurch bei entsprechender tatsächlicher Verteilung bis zu fünfmal 100.000 € gesetzlich abgesichert sein können. Die Zahl „500.000 €“ ist also kein pauschaler Schutz für beliebig verteiltes Guthaben.

Geldmarktfonds im FREE-Tarif: Scalable kann Guthaben ohne PRIME+ auch in qualifizierten Geldmarktfonds verwahren, sogar vollständig. Für diese Anteile gilt keine gesetzliche Bankeinlagensicherung; stattdessen gelten OGAW-Schutzstandards. Der Fonds ist vom Vermögen des Anbieters getrennt, kann aber andere Risiken haben als eine Bankeinlage. Scalable zeigt die aktuelle Guthabenverteilung in der App unter Produktdetails. Prüfe sie, wenn du Wert auf Bankeinlagensicherung legst.

Auch bei zwei eigenen Konten als Paar zählt der gesetzliche Schutz pro Person und Bank. Wenn eine Person weitere Einlagen bei einer der beteiligten Banken hält, kann das für ihre 100.000-€-Grenze relevant sein. Bei größeren Summen gehört die tatsächliche Verteilung auf Banken und Fonds zur Entscheidung.

Passt das Tagesgeldkonto zu eurem Finanzplan?

  • Notgroschen und absehbare Ausgaben: Tägliche Verfügbarkeit und monatliche Zinsgutschrift können gut passen. Kalkuliert eure Reserve zuerst nach euren notwendigen Haushaltsausgaben, nicht nach einer Aktionsrendite.
  • Reine Tagesgeldnutzung: Der gleiche variable Zins in FREE und PRIME+ spricht gegen ein PRIME+-Abo allein für eine höhere Verzinsung. Prüft stattdessen die Guthabenverteilung.
  • Größere Rücklagen: Vergleicht die tatsächlichen Schutzarten und Grenzen, bevor ihr viel Geld an einer Stelle haltet. Ein „bis zu fünfmal“-Wert ist keine Aussage über eure konkrete Verteilung.
  • Langfristiger Vermögensaufbau: Tagesgeld ist ein anderer Baustein als ein ETF-Sparplan. Ein heutiger variabler Zins ersetzt keinen langfristigen Plan für Sparen und Investieren.

Häufige Fragen

Zahlt das Broker-Verrechnungskonto denselben Zins?

Nein. Scalable nennt in seiner Zinsübersicht 0 % p.a. für Verrechnungskonten und 2,60 % p.a. variabel für das separate Tagesgeldkonto (Stand: 1. Oktober 2026). Prüfe daher, auf welchem Konto dein Geld liegt.

Ist der 2,60-%-Satz garantiert?

Nein. Scalable bezeichnet ihn ausdrücklich als variabel. Vor einer Überweisung solltest du den aktuellen Satz und die Bedingungen direkt beim Anbieter prüfen.

Ist PRIME+ ab 24.000 € Guthaben sinnvoll?

Aus dem Tagesgeldzins lässt sich diese Grenze nicht ableiten: FREE und PRIME+ erhalten denselben Satz. Ob die Monatsgebühr sinnvoll ist, hängt von der gewünschten Verwahrung und deinen tatsächlichen Broker-Nutzungen ab.

Sind Geldmarktfonds im FREE-Tarif eine Bankeinlage?

Nein. Für einen Geldmarktfonds-Anteil gilt keine gesetzliche Bankeinlagensicherung. Scalable verweist stattdessen auf OGAW-Schutzstandards. In der App kannst du laut Anbieter nachsehen, wie dein Guthaben aktuell verteilt ist.

Quellen und Prüfdatum

Faktenstand: 1. Oktober 2026. Der Zins ist variabel. Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.

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Tino Dagba

Über den Autor

Tino Dagba

Ich bin Tino Dagba, Gründer von FinanzSplit – BWL-Absolvent und seit über neun Jahren im Bankenwesen (aktuell ING, zuvor Deutsche Bank). Ich bin kein Finanzberater, sondern jemand, der ein eigenes Problem gelöst hat: Wie teilen zwei Menschen, die unterschiedlich viel verdienen, ihr Geld fair auf? Die Antwort habe ich über 15 Jahre mit meiner Partnerin Laura entwickelt, in meinem Buch „Nie wieder Geldstreit“ aufgeschrieben und zu FinanzSplit gemacht. Meine Artikel sind sorgfältig recherchierte Orientierung, keine individuelle Beratung.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Anlageberatung im Sinne des WpHG dar. Alle genannten Produkte, Broker und Strategien wurden redaktionell unabhängig recherchiert. Bitte konsultiere vor Anlageentscheidungen einen zugelassenen Finanzberater.