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Junior-Depot-Vergleich 2026: Kosten, Steuern und Rechte

Geldanlage
Junior Depot 2026: 100€/Monat → 38.000 € fürs Kind

Geprüft am 1. Oktober 2026. Ein Junior-Depot läuft auf den Namen des Kindes. Die Eltern verwalten es während der Minderjährigkeit im Rahmen der Vermögenssorge. Damit unterscheiden sich Eigentum, Steuern und die Verfügung ab 18 deutlich von einem Depot auf den Namen der Eltern. Dieser Vergleich nennt belegte Konditionen und die Punkte, die ihr vor der Eröffnung prüfen solltet.

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Das Wichtigste in Kürze

Transparenz: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn du über einen dieser Links ein Konto eröffnest, erhalten wir eine Provision. Für dich entstehen keine Mehrkosten. Die Auswahl basiert auf eigenen Recherchen.

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  • ETF-Sparpläne sind auch mit kleinen Beträgen möglich. Renditen sind ungewiss; ein Wertverlust ist möglich.
  • Scalable Capital und Trade Republic bieten Kinderdepots mit Sparplänen ab 1 € an. Bei beiden ist die Sparplanausführung laut Anbieter ohne Ordergebühr möglich. ETF-Kosten und Spreads können trotzdem anfallen.
  • Das Kind hat eigene steuerliche Freibeträge. Daraus folgt jedoch kein pauschaler Betrag an garantiert steuerfreien ETF-Gewinnen. Andere Einkünfte, die Art der Kapitalerträge und mögliche Auswirkungen auf die Familienversicherung sind zu prüfen.
  • Bei Volljährigkeit entscheidet das Kind selbst über sein Vermögen. Wer das vermeiden will, sollte zunächst auf den eigenen Namen sparen und die spätere Übertragung planen.

Was bringen 100 € im Monat?

Eine Beispielrechnung mit 100 € Einzahlung am Monatsende, 18 Jahren Laufzeit und konstant 6 % jährlicher Rendite, monatlich modelliert, ergibt rund 38.735 € vor Steuern und Kosten. Davon sind 21.600 € eigene Einzahlungen. Das ist eine Rechenannahme, keine Prognose. Ein ETF kann über längere Zeiträume deutlich schlechter abschneiden oder zwischenzeitlich stark verlieren. Ein Junior-Depot ist deshalb keine sichere Finanzierung für eine Ausgabe zu einem festen Termin.

Scalable Capital und Trade Republic im Vergleich

PrüfpunktScalable Capital KinderdepotTrade Republic Kinderdepot
Sparplan ab1 € laut Anbieter1 € laut Anbieter
ETF-Sparplanausführung0 € Ordergebühr im FREE-Modell0 € Ordergebühr
BesonderheitKinderdepot im Broker oder verwaltetes Wealth-Produkt; Konditionen unterscheiden sichEröffnung in der App; beide Eltern benötigen nach Anbieterangaben ein Trade-Republic-Konto, sofern sie gemeinsam sorgeberechtigt sind
EinzelordersGebühren hängen von Tarif, Börsenplatz und Ordergröße abDer Anbieter nennt 1 € Abwicklungskosten je regulärem Trade, zuzüglich möglicher Spreads und Fremdkosten

Die Tabelle ist keine Rangliste. Prüft die aktuell verfügbaren ETFs, Produktkosten, Depotbedingungen, Identitätsprüfung und späteren Zugriff direkt beim Anbieter. Die Quellen sind Scalable Capital zum Kinderdepot, Scalable Capital zu den Gebühren und Trade Republic zum Kinderdepot. Die frühere Behauptung, ein bestimmter Anbieter sei pauschal der günstigste, ist ohne vollständigen Vergleich aller Kosten und Nutzungsfälle nicht haltbar.

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Wie werden Kapitalerträge des Kindes besteuert?

Das Kind ist eine eigene steuerpflichtige Person. Im Jahr 2026 beträgt der Grundfreibetrag 12.348 €; der Sparer-Pauschbetrag beträgt 1.000 €. Diese beiden Zahlen darf man nicht als pauschale Garantie für 13.348 € steuerfreie ETF-Gewinne ausgeben. Der Grundfreibetrag bezieht sich auf das zu versteuernde Einkommen, nicht direkt auf den Verkaufserlös. Bei Aktienfonds können Teilfreistellung, Verlustverrechnung, weitere Einkünfte und Steuerregeln für Ausschüttungen oder Verkäufe relevant sein.

Ein Freistellungsauftrag kann den Sparer-Pauschbetrag berücksichtigen. Bei voraussichtlich fehlender Einkommensteuerpflicht kann eine Nichtveranlagungsbescheinigung sinnvoll sein; sie wird beim Finanzamt beantragt und der Bank vorgelegt. Klärt vorher, ob höhere Einkünfte des Kindes Folgen für die beitragsfreie Familienversicherung haben. Eine NV-Bescheinigung macht Erträge nicht unabhängig von jeder anderen Voraussetzung steuerfrei. Quellen: BMF zum Grundfreibetrag 2026 und § 20 EStG zum Sparer-Pauschbetrag.

Wem gehört das Geld und was geschieht mit 18?

Wertpapiere im Junior-Depot gehören dem Kind. Eltern verwalten das Vermögen für das Kind und dürfen es nicht wie eine eigene Reserve verwenden. Mit Volljährigkeit endet die elterliche Sorge. Wie der Anbieter Zugang und Depotvertrag technisch umstellt, steht in dessen Bedingungen. Trade Republic beschreibt ausdrücklich, dass das Kinderdepot anschließend in ein Erwachsenen-Konto umgewandelt werden kann. Sprecht vor der Eröffnung darüber, ob ihr die spätere freie Entscheidung des Kindes akzeptiert.

Schenkungen von Eltern und Großeltern

Bei größeren Einzahlungen sind Schenkungsteuer-Freibeträge zu beachten. Nach § 16 ErbStG beträgt der persönliche Freibetrag eines Kindes gegenüber jedem Elternteil grundsätzlich 400.000 €. Für Enkel beträgt er gegenüber Großeltern grundsätzlich 200.000 €, wenn das jeweilige Elternteil lebt. Zuwendungen derselben Person innerhalb von zehn Jahren werden zusammengerechnet. Für normale kleine Sparraten ist die Grenze meist fern; bei größeren Schenkungen solltet ihr Herkunft und Eigentum dokumentieren und steuerlichen Rat einholen.

Junior-Depot oder Depot der Eltern?

Ein Junior-Depot kann steuerlich und organisatorisch sinnvoll sein, wenn das Geld endgültig für das Kind bestimmt ist. Ein Depot auf den Namen der Eltern erhält deren Verfügungsmacht, nutzt aber ihre eigenen steuerlichen Regeln. Die Entscheidung hängt vom Zweck des Geldes, eurer Risikotoleranz und dem geplanten Übergabezeitpunkt ab. Verlasst euch weder auf einen angeblich sicheren Endbetrag noch auf eine pauschale Steuerersparnis.

Häufige Fragen

Sind ETF-Sparpläne im Kinderdepot kostenlos?

Bei den hier betrachteten Anbietern nennt die aktuelle Produktinformation 0 € Ausführungsgebühr für Sparpläne. ETF-interne Kosten und mögliche Spreads bleiben bestehen.

Kann ich Geld später für mich zurücknehmen?

Das Kind ist Eigentümer. Eltern dürfen das Depot im Interesse des Kindes verwalten, nicht als eigene Sparreserve behandeln.

Gibt es 13.348 € steuerfreie ETF-Gewinne?

Nein, nicht als allgemeine feste Grenze. Grundfreibetrag und Sparer-Pauschbetrag betreffen unterschiedliche Berechnungsschritte. Die tatsächliche Besteuerung hängt vom Einzelfall ab.

Quellenstand: 1. Oktober 2026. Anbieterpreise können sich ändern. Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.

Tino Dagba

Über den Autor

Tino Dagba

Ich bin Tino Dagba, Gründer von FinanzSplit – BWL-Absolvent und seit über neun Jahren im Bankenwesen (aktuell ING, zuvor Deutsche Bank). Ich bin kein Finanzberater, sondern jemand, der ein eigenes Problem gelöst hat: Wie teilen zwei Menschen, die unterschiedlich viel verdienen, ihr Geld fair auf? Die Antwort habe ich über 15 Jahre mit meiner Partnerin Laura entwickelt, in meinem Buch „Nie wieder Geldstreit“ aufgeschrieben und zu FinanzSplit gemacht. Meine Artikel sind sorgfältig recherchierte Orientierung, keine individuelle Beratung.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Anlageberatung im Sinne des WpHG dar. Alle genannten Produkte, Broker und Strategien wurden redaktionell unabhängig recherchiert. Bitte konsultiere vor Anlageentscheidungen einen zugelassenen Finanzberater.